Bericht und Fotos vom Besuch im Raubtierpark von René Strickler


Zu Besuch bei den Raubtieren

An einem Samstagnachmittag im Juni haben wir uns beim Raubtierpark Strickler in Subingen (www.renestrickler.ch) getroffen. Gespannt warten wir vor dem Eingang, bis denn nun alle da sind und wir reingehen können.

René Stickler und sein ständiger Begleiter, ein Hund, begrüssen uns und führen uns nach einer kurzen Ansprache zu den Tigergehegen. Einer davon ist zum Beispiel der berühmte, mittlerweile in die Jahre gekommene Esso Tiger. Neben weiteren erwachsenen Tigern leben hier drei mit der Flasche eigenhändig grossgezogene Tigerkinder. Nun ja, Kinder; sie sind mittlerweile auch schon zwei Jahre alt. Das Spezielle an dem Trio, die Dame ist ein weisser Tiger. So etwas sieht man nicht alle Tage und sieht sehr beeindruckend aus.

Nebenan sind die Löwen untergebracht. Der "Chef" hat eine prächtige Mähne und präsentiert sich wie ein Löwe aus dem Lehrbuch. Haben Sie gewusst, dass die männlichen Löwen, wenn sie kastriert werden, ihre Mähne verlieren? Aus diesem Grund (Publikum) wird er potent gehalten; was natürlich das Thema Verhütung zu einem wichtigen Aspekt macht, da es bereits genügend Löwennachwuchs gibt und man diesen kaum noch platzieren kann.

Die Puma's sind im nächsten Auslauf zuhause, die weltweit einzige Pumadressur werden wir später noch zu sehen bekommen. Die beiden schwarzer Panther Baghira und Chandor leben gleich nebenan.

Die Gehege der Raubtiere sind zwar nicht so gross wie in den Zoo's, aber dafür sehr abwechslungsreich gestaltet. Die einen mit Wasser, andere mit viel Dickicht oder hohen Felsen. Allen gemeinsam sind die verschiedenen Aussichtsplätze in luftigen Höhen, die die Tiere sichtlich geniessen. Beschäftigt werden die Raubkatzen durch das tägliche Training in der Manege, aber auch dadurch, dass sie hin und wieder auf die Wanderung gehen. Alle Käfige sind durch Gänge verbunden, die für solchen Momente geordnet geöffnet werden, damit die Tiere in ein benachbartes Gehege umziehen können. Dadurch können sie ein neues Territorium mit vielen interessanten Düften der vor ihnen da gewesenen erforschen und die neue Umgebung erkunden.

Weiter gehts zu den Leoparden, gerade ist Fütterungszeit. Dazu werden sie in einzelne Abteilungen gesperrt, damit sie sich gegenseitig im Streit um das Futter nicht verletzen. Eine Leopardendame versucht doch, ihrem Nachbarn das Fleisch unter dem Gitter wegzuziehen und prompt erwischt er sie dabei. Humpelnd legt sie sich zur Seite und leckt sich die verletzte Pfote und jammert. Als ein Pfleger sie auf die verletzte Pfote anspricht, kommt sie ans Gitter und streckt sie ihm heraus, damit er die schmerzende Stelle begutachten kann. Aber es ist glücklicherweise nur ein Kratzer, der nach ein paar Minuten wieder vergessen sein wird. Das Vertrauen, dass die Leopardendame dem Pfleger entgegenbringt geht den anwesenden Chätzeler nahe. Es ist ein schöner Moment, wir können uns kaum davon losreissen.

Aber wir haben ja noch nicht alles gesehen! Ein Bär ist noch da und der Streichelzoo mit vielen Ziegen und Hunden. Vor allem auch für die jüngeren Besucher ein schönes Erlebnis.

Die nächste Station ist das "Zirkuszelt" wo uns ein Apero erwartet. Nach der doch sehr ausführlichen Führung kommt uns die Verpflegung sehr gelegen.

Nun beginnt das eigentliche tägliche Training der Raubkatzen. Wir sehen die berühmte Pumadressur, deswegen berühmt, weil es sehr schwierig ist, diese eigenwilligen Tiere zur Zusammenarbeit zu bewegen. In sortenreinen Gruppen betreten weitere Raubkatzen die Manege und René Strickler zeigt uns, wie er mittels Körpersprache und Betonungen, obwohl er dieselben Wörter braucht, für die Tiere unterschiedliche Befehle erteilt. Durch das Training erkennt er die Stärken und Schwächen der Tiere und versucht insbesondere die Stärken so zu fördern, dass daraus wieder ein Kunststück entsteht. Aber auch er selber dreht den Tieren nie den Rücken zu, obwohl man sehr gut spürt, dass der Umgang auf Freundschaft und Vertrauen basiert. Es sind und bleiben Raubtiere, dass darf man nie vergessen.

Nach der eindrücklichen Trainingsrunde wird der Souvenierladen geöffnet und später treffen wir uns noch zum Znacht in einem Restaurant. So geht ein faszinierender Nachmittag zu ende.

Marianne Pasler

 
     
     
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     

   
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
 
Copyright by: Katzen- und Edelkatzenclub Bern

Contact Admin: J. Keller

Falls Sie links unser Logo und die Navigationsleiste nicht sehen, klicken Sie bitte hier.